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DIN 77235

DIN 77235: Die größte Gefahr für Unternehmer sind nicht bekannte Risiken – sondern die Risiken, die niemand auf dem Schirm hat

Fragt man Unternehmer nach ihren größten Risiken, erhält man meist ähnliche Antworten:

  • Fachkräftemangel
  • Bürokratie
  • steigende Kosten
  • hohe Energiepreise
  • Auftragsrückgänge
  • Cyberangriffe

Diese Risiken kennt jeder.

Über sie wird gesprochen.

Über sie wird berichtet.

Über sie wird diskutiert.

Doch die größte Gefahr für Unternehmen sind häufig nicht die bekannten Risiken.

Die größte Gefahr sind die Risiken, die niemand auf dem Schirm hat.

Die Risiken, die nie analysiert wurden.

Die Risiken, die nie dokumentiert wurden.

Die Risiken, die erst sichtbar werden, wenn bereits ein Schaden entstanden ist.

Genau deshalb wurde die DIN 77235 entwickelt.

Warum drei Berater oft drei unterschiedliche Antworten geben

Viele Unternehmer holen sich Rat bei verschiedenen Experten.

Der Steuerberater sagt:

„Die Zahlen sehen gut aus.“

Der Versicherungsberater sagt:

„Die Versicherungen passen.“

Der Anwalt sagt:

„Rechtlich sehe ich aktuell kein Problem.“

Der IT-Dienstleister sagt:

„Die Systeme sind abgesichert.“

Und trotzdem geraten Unternehmen in Schwierigkeiten.

Warum?

Weil jeder Experte seinen eigenen Bereich betrachtet.

Doch wer betrachtet das gesamte Unternehmen?

Wer analysiert Risiken übergreifend?

Wer prüft Zusammenhänge?

Wer bewertet die Wechselwirkungen zwischen Personal, Organisation, Haftung, Cyber, Liquidität und Unternehmensführung?

Genau an dieser Stelle beginnt modernes Risikomanagement.

Unternehmer haften häufig für Risiken, die sie gar nicht kennen

Viele Geschäftsführer gehen davon aus, dass die GmbH sie ausreichend schützt.

Doch genau hier liegt einer der größten Irrtümer.

Die GmbH schützt das Unternehmen.

Sie schützt nicht automatisch den Geschäftsführer.

Gerade bei:

  • Organisationsverschulden
  • fehlender Risikoüberwachung
  • Verletzung gesetzlicher Pflichten
  • mangelhafter Dokumentation
  • fehlenden Kontrollsystemen

kann eine persönliche Haftung entstehen.

Viele Geschäftsführer beschäftigen sich mit diesem Thema erst dann, wenn bereits ein Problem entstanden ist.

Dann ist es häufig zu spät.

Genau deshalb werden Risikomanagement, Dokumentation und die frühzeitige Identifikation von Risiken immer wichtiger.

Ein Praxisbeispiel aus dem Unternehmensalltag

Ein Unternehmer kam ursprünglich wegen einer Cyberversicherung auf mich zu.

Er war überzeugt, dass sein Unternehmen gut aufgestellt sei.

Die Versicherungen bestanden seit Jahren.

Ein Steuerberater war vorhanden.

Ein Rechtsanwalt ebenfalls.

Die IT wurde professionell betreut.

Auf den ersten Blick wirkte alles solide.

Doch bei genauer Analyse zeigte sich ein anderes Bild.

Es gab keine strukturierte Risikoübersicht.

Mehrere Schlüsselpersonen waren für den Betrieb unverzichtbar.

Cyberrisiken wurden technisch betrachtet, aber nicht betriebswirtschaftlich bewertet.

Haftungsrisiken des Geschäftsführers waren kaum dokumentiert.

Notfallpläne existierten nur teilweise.

Die Versicherungen waren vorhanden.

Die Risiken waren nie vollständig analysiert worden.

Das Problem war nicht die Qualität einzelner Dienstleister.

Das Problem war, dass niemand das Gesamtbild betrachtet hatte.

Ein einfaches Beispiel aus der Praxis

Wenn ich Unternehmer frage:

„Wie hoch ist die Deckungssumme Ihrer Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung?“

bekomme ich häufig Antworten wie:

  • 1 Million Euro
  • 2 Millionen Euro
  • 3 Millionen Euro
  • oder: „Das weiß ich gar nicht.“

Die nächste Frage lautet dann:

„Wussten Sie, dass die DIN 77235 für Haftpflichtschäden eine Mindestdeckungssumme von 10 Millionen Euro empfiehlt?“

Dann wird es häufig still.

Nicht weil der Unternehmer etwas falsch gemacht hat.

Sondern weil ihm diese Information bisher niemand gegeben hat.

Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einer Produktberatung und einer Risikoanalyse.

Die Frage lautet nicht:

„Welche Versicherung haben Sie?“

Die wichtigere Frage lautet:

„Reicht die vorhandene Absicherung überhaupt aus?“

Das Risiko, über das fast niemand spricht

Viele Geschäftsführer beschäftigen sich mit ihrer persönlichen Berufsunfähigkeitsversicherung.

Das ist grundsätzlich sinnvoll.

Doch eine viel wichtigere Frage wird häufig nicht gestellt:

Was passiert mit meinem Unternehmen, wenn ich morgen ausfalle?

Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen hängt ein erheblicher Teil des Umsatzes direkt oder indirekt vom Geschäftsführer ab.

Die entscheidende Frage lautet deshalb:

Zu wie viel Prozent hängt der Unternehmenserfolg von einer einzigen Person ab?

Denn wenn diese Person ausfällt, entstehen häufig gleichzeitig mehrere Probleme:

  • Kundenkontakte brechen weg
  • Entscheidungen bleiben liegen
  • Projekte verzögern sich
  • Mitarbeiter benötigen Führung
  • Umsätze sinken
  • Kosten laufen weiter

Dieses Risiko wird als Schlüsselpersonenrisiko bezeichnet.

Und genau dieses Risiko wird von vielen Unternehmern völlig unterschätzt.

Ein wichtiger Satz lautet:

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt den Unternehmer.

Eine Schlüsselpersonenabsicherung schützt das Unternehmen.

Beides erfüllt unterschiedliche Aufgaben.

Die meisten Unternehmenskrisen beginnen nicht mit einem Großschaden

Viele Unternehmer denken bei Risiken an:

  • Feuer
  • Hackerangriffe
  • Überschwemmungen
  • große Haftpflichtschäden

In der Praxis entstehen viele Unternehmenskrisen jedoch deutlich unspektakulärer.

  • Ein wichtiger Mitarbeiter fällt aus.
  • Ein Großkunde kündigt.
  • Ein Lieferant fällt weg.
  • Eine gesetzliche Vorgabe wird übersehen.
  • Die Liquidität verschlechtert sich schleichend.
  • Know-how verlässt das Unternehmen.

Ein einzelnes Ereignis ist selten das Problem.

Oft entstehen Krisen durch mehrere kleine Risiken, die gleichzeitig auftreten.

Genau deshalb ist eine strukturierte Risikoanalyse so wichtig.

Warum wurde die DIN 77235 überhaupt entwickelt?

Vor Einführung der DIN 77235 existierte kein einheitlicher Standard für die Analyse unternehmerischer Risiken.

Jeder Berater arbeitete nach seiner eigenen Methodik.

Jeder setzte andere Schwerpunkte.

Jeder bewertete Risiken anders.

Dadurch konnten identische Unternehmen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Die DIN 77235 wurde entwickelt, um einen strukturierten, nachvollziehbaren und reproduzierbaren Analyseprozess für Unternehmen zu schaffen.

Nicht die Meinung eines Beraters steht im Mittelpunkt.

Sondern die tatsächliche Risikosituation des Unternehmens.

Warum Standards wichtig sind

Wenn ein Gebäude errichtet wird, gibt es Normen.

Wenn Maschinen gebaut werden, gibt es Normen.

Wenn technische Anlagen geprüft werden, gibt es Normen.

Warum?

Weil Standards helfen, Fehler zu vermeiden.

Weil Standards sicherstellen, dass wichtige Punkte nicht vergessen werden.

Genau denselben Gedanken verfolgt die DIN 77235.

Sie schafft einen nachvollziehbaren Rahmen für die Analyse von Unternehmensrisiken.

Was hat das mit StaRUG zu tun?

Viele Unternehmer hören den Begriff StaRUG zum ersten Mal.

Dabei betrifft das Thema mittlerweile zahlreiche Unternehmen unmittelbar.

Das StaRUG verpflichtet Geschäftsleiter dazu, Entwicklungen zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Die zentrale Frage lautet:

Werden Risiken frühzeitig erkannt und dokumentiert?

Genau hier überschneiden sich die Ziele von StaRUG und strukturiertem Risikomanagement.

Die wichtigste Frage lautet nicht: Welche Versicherung brauche ich?

Diese Frage stellen viele Unternehmer zuerst.

Aus meiner Sicht kommt sie häufig viel zu früh.

Die wichtigeren Fragen lauten:

  • Welche Risiken bedrohen mein Unternehmen?
  • Welche Risiken bedrohen meine Existenz?
  • Welche Risiken bedrohen meine Mitarbeiter?
  • Welche Risiken bedrohen meine Liquidität?
  • Welche Risiken bedrohen meine Lieferfähigkeit?
  • Welche Risiken bedrohen meine persönliche Haftung?

Erst wenn diese Fragen beantwortet wurden, sollte über Lösungen gesprochen werden.

Was ist die DIN 77235 eigentlich?

Die DIN 77235 ist keine Versicherung.

Sie ist kein StaRUG-Gutachten.

Sie ist kein Rechtsgutachten.

Sie ist kein Produkt.

Die DIN 77235 ist ein Analyseverfahren.

Sie dient dazu, Risiken, Schwachstellen und Handlungsfelder strukturiert sichtbar zu machen.

Ähnlich wie eine ärztliche Untersuchung.

Zuerst wird analysiert.

Erst danach werden Maßnahmen entwickelt.

Welche Themen werden analysiert?

Unternehmensführung

  • Organisation
  • Verantwortlichkeiten
  • Entscheidungsprozesse
  • Dokumentation

Haftungsrisiken

  • Geschäftsführerhaftung
  • Organhaftung
  • D&O-Risiken
  • persönliche Haftungsrisiken

Personalrisiken

  • Schlüsselpersonen
  • Wissensträger
  • Fachkräftemangel
  • Nachfolge

Finanzielle Risiken

  • Liquidität
  • Finanzierung
  • Forderungsausfälle
  • Ertragsrisiken

Cyber- und IT-Risiken

  • Cyberangriffe
  • Datenverlust
  • Betriebsunterbrechungen
  • Dienstleisterabhängigkeiten

Rechtliche und regulatorische Risiken

  • Compliance
  • Datenschutz
  • gesetzliche Anforderungen
  • Dokumentationspflichten

Es spielt keine Rolle, was ich persönlich denke

Dieser Satz ist mir besonders wichtig.

Natürlich habe ich nach vielen Jahren Erfahrung eigene Einschätzungen.

Natürlich habe ich Themen, die ich für besonders wichtig halte.

Doch eine Empfehlung sollte niemals ausschließlich auf meiner persönlichen Meinung beruhen.

Die entscheidende Frage lautet:

Welche Risiken lassen sich objektiv erkennen?

Welche Risiken lassen sich nachvollziehbar dokumentieren?

Welche Risiken besitzen tatsächlich Priorität?

Genau deshalb arbeite ich gerne mit strukturierten Analyseverfahren.

Warum Erfahrung allein nicht ausreicht

Erfahrung ist wichtig.

Aber Erfahrung allein ersetzt keine Analyse.

Zwei Berater mit 20 Jahren Berufserfahrung können zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb:

Wie kommt jemand zu seiner Einschätzung?

Kann er nachvollziehbar erklären:

  • Warum ein Risiko wichtig ist?
  • Welche Folgen entstehen können?
  • Welche Priorität das Risiko besitzt?
  • Welche Maßnahmen sinnvoll sind?

Genau hier schafft die DIN Transparenz.

Warum nur wenige Berater nach DIN 77235 analysieren

Die DIN 77235 ist selbst unter Unternehmern noch weitgehend unbekannt.

Das liegt nicht daran, dass das Thema unwichtig wäre.

Im Gegenteil.

Die Anzahl der Berater, die Unternehmen tatsächlich nach DIN 77235 analysieren können, ist deutschlandweit sehr überschaubar.

Die Zertifizierung erfordert zusätzliche Ausbildung, Erfahrung und einen deutlich höheren Analyseaufwand als eine klassische Produktberatung.

Gerade deshalb kennen viele Unternehmer diesen Standard bisher noch gar nicht.

Was die DIN 77235 leisten kann

Die Analyse kann:

  • Risiken sichtbar machen
  • Prioritäten festlegen
  • Haftungsrisiken erkennen
  • Transparenz schaffen
  • Dokumentation verbessern
  • Entscheidungsgrundlagen liefern
  • Schwachstellen aufdecken
  • Unternehmenssicherheit erhöhen

Was die DIN 77235 nicht leisten kann

Die Analyse kann nicht:

  • die Zukunft vorhersagen
  • Risiken vollständig ausschließen
  • eine Rechtsberatung ersetzen
  • eine Steuerberatung ersetzen
  • die Unternehmensführung ersetzen

Sie hilft dabei, Risiken frühzeitig sichtbar zu machen.

Warum ich mich für die Zertifizierung entschieden habe

Seit vielen Jahren begleite ich Unternehmer in Versicherungs- und Risikofragen.

Dabei habe ich immer wieder erlebt, dass Unternehmen über gute Produkte verfügen, aber keine strukturierte Risikoanalyse besitzen.

Die Herausforderung liegt häufig nicht in fehlenden Lösungen.

Die Herausforderung liegt darin, die richtigen Risiken überhaupt zu erkennen.

Genau deshalb habe ich mich für die Zertifizierung nach DIN 77235 entschieden.

Ich bin überzeugt, dass Unternehmer zuerst Transparenz benötigen und erst danach über Produkte sprechen sollten.

Was passiert nach der Analyse?

Schritt 1: Analyse

Erfassung der aktuellen Situation.

Schritt 2: Auswertung

Dokumentation der Ergebnisse.

Schritt 3: Priorisierung

Welche Risiken besitzen die höchste Bedeutung?

Schritt 4: Handlungsempfehlungen

Welche Maßnahmen sind sinnvoll?

Schritt 5: Umsetzung

Nur wenn gewünscht, werden passende Lösungen geprüft.

Für welche Unternehmen ist die Analyse sinnvoll?

Die Analyse eignet sich besonders für:

  • GmbHs
  • Familienunternehmen
  • IT-Unternehmen
  • Gesundheitsunternehmen
  • Handwerksbetriebe
  • Dienstleister
  • Vereine
  • mittelständische Unternehmen

Kurz gesagt:

Für jedes Unternehmen, das Risiken nicht dem Zufall überlassen möchte.

Fazit: Gute Entscheidungen beginnen mit einer Risikoanalyse

Die meisten Unternehmenskrisen entstehen nicht durch Risiken, die bekannt waren.

Sie entstehen durch Risiken, die niemand erkannt hat.

Genau deshalb sollte Risikomanagement nicht erst beginnen, wenn bereits Probleme auftreten.

Die DIN 77235 schafft einen strukturierten Rahmen, um Risiken frühzeitig sichtbar zu machen.

Denn gute Entscheidungen beginnen nicht mit einer Versicherung.

Sie beginnen mit einer Analyse.

Dein Ansprechpartner für Risikomanagement nach DIN 77235

Du möchtest wissen, welche Risiken in Deinem Unternehmen bestehen?

Du möchtest prüfen, ob Haftungsrisiken, Cyberrisiken, Schlüsselpersonenrisiken oder organisatorische Schwachstellen übersehen wurden?

Dann vereinbare gerne ein unverbindliches Erstgespräch.

Gemeinsam analysieren wir die Risikosituation Deines Unternehmens strukturiert, nachvollziehbar und unabhängig von einzelnen Produkten.

Kontakt:

FAQ zur DIN 77235

Was ist die DIN 77235?

Die DIN 77235 ist ein standardisiertes Analyseverfahren zur Ermittlung und Bewertung von Unternehmensrisiken.

Ist die DIN 77235 eine Versicherung?

Die DIN 77235 ist ein standardisiertes Analyseverfahren zur Ermittlung und Bewertung von Unternehmensrisiken.

Ersetzt die Analyse das StaRUG?

Nein. Sie kann jedoch helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und strukturiert zu dokumentieren.

Warum ist die Geschäftsführerhaftung so wichtig?

Weil Geschäftsführer unter bestimmten Voraussetzungen persönlich haften können, auch wenn eine GmbH besteht.

Was ist ein Schlüsselpersonenrisiko?

Ein Schlüsselpersonenrisiko liegt vor, wenn ein wesentlicher Teil des Unternehmenserfolgs von einer einzelnen Person abhängt.

Warum ist die DIN 77235 besonders?

Weil sie nicht mit Produkten beginnt, sondern mit den tatsächlichen Risiken des Unternehmens.