Risikomanagement Unternehmen Halle | Maklerbüro Schricker

Risikomanagement für Unternehmen in Halle (Saale)

Risiken erkennen, bevor sie zur Krise werden

Viele Unternehmen sind versichert.

Betriebshaftpflicht, Inhaltsversicherung, Rechtsschutz, vielleicht eine Cyberversicherung, eine D&O oder weitere gewerbliche Versicherungen – über die Jahre entsteht häufig ein umfangreicher Versicherungsordner.

Doch eine entscheidende Frage bleibt dabei oft unbeantwortet:

Sind damit tatsächlich die Risiken abgesichert, die das Unternehmen heute gefährden können?

Denn ein Unternehmen kann zahlreiche Versicherungsverträge besitzen und trotzdem erhebliche Risikolücken haben.

Mitarbeiter kommen hinzu. Umsätze steigen. Neue Tätigkeiten entstehen. IT-Systeme werden wichtiger. Geschäftsmodelle verändern sich. Neue Kunden, Lieferanten und Standorte kommen hinzu.

Das Unternehmen entwickelt sich weiter.

Der Versicherungsschutz und das Risikomanagement müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten.

Genau deshalb beginnt eine professionelle Betrachtung für mich nicht mit der Frage:

„Welche Versicherung können wir noch abschließen?“

Sondern mit:

„Welche Risiken können dieses Unternehmen wirtschaftlich ernsthaft treffen?“

Erst danach sollte entschieden werden, welche Risiken vermieden, reduziert, selbst getragen oder auf einen Versicherer übertragen werden.


Was bedeutet Risikomanagement für Unternehmen?

Risikomanagement bedeutet, Risiken eines Unternehmens systematisch zu erkennen, zu bewerten und anschließend geeignete Maßnahmen festzulegen.

Im Kern geht es dabei um vier Fragen:

  1. Welche Risiken bestehen?
  2. Wie wahrscheinlich und wie schwerwiegend können sie sein?
  3. Welche Risiken können das Unternehmen selbst tragen?
  4. Welche Risiken müssen reduziert oder auf andere übertragen werden?

Eine Versicherung ist dabei nur eine mögliche Maßnahme.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Denn nicht jedes Unternehmensrisiko lässt sich versichern – und nicht jedes Risiko sollte zwingend versichert werden.

Manche Risiken lassen sich durch bessere Prozesse reduzieren.

Andere durch Verträge.

Andere durch zusätzliche Liquidität oder organisatorische Maßnahmen.

Und bestimmte Risiken werden sinnvoll auf einen Versicherer übertragen.

Versicherungen sind damit ein Bestandteil des Risikomanagements – aber nicht das Risikomanagement selbst.


Warum ein Versicherungscheck allein häufig nicht ausreicht

Viele gewerbliche Versicherungsbestände sind über Jahre entstanden.

Irgendwann wurde eine Betriebshaftpflicht abgeschlossen.

Später kam eine Rechtsschutzversicherung hinzu.

Dann vielleicht eine Inhaltsversicherung.

Neue Mitarbeiter wurden eingestellt.

Umsätze stiegen.

Das Leistungsspektrum wurde erweitert.

Neue Standorte kamen hinzu.

Vielleicht entstanden neue Gesellschaften oder zusätzliche Geschäftsbereiche.

Das Problem:

Der Versicherungsvertrag entwickelt sich nicht automatisch mit dem Unternehmen weiter.

Und genau deshalb reicht die Frage

„Ist eine Versicherung vorhanden?“

nicht aus.

Entscheidend ist:

„Passt diese Versicherung noch zu dem Unternehmen, das heute tatsächlich existiert?“


Nicht entscheidend ist, ob eine Police vorhanden ist

Eine der wichtigsten Grundregeln meiner Arbeit mit Unternehmen lautet deshalb:

Nicht entscheidend ist, ob eine Police vorhanden ist. Entscheidend ist, ob das tatsächliche Risiko darin versichert ist.

Das klingt zunächst selbstverständlich.

In der Praxis ist es das häufig nicht.

Eine Betriebshaftpflicht kann vorhanden sein.

Aber sind wirklich alle Tätigkeiten korrekt beschrieben?

Eine Cyberversicherung kann vorhanden sein.

Aber sind Cloud-Ausfälle, Betriebsunterbrechungen und externe IT-Dienstleister ausreichend berücksichtigt?

Eine D&O kann bestehen.

Aber stimmen Versicherungssumme, versicherte Personen und Konzernstruktur noch?

Ein Rechtsschutzvertrag kann vorhanden sein.

Aber sind beispielsweise arbeitsrechtliche Risiken eines Unternehmens ausreichend berücksichtigt?

Genau deshalb sollte die Betrachtung nicht beim Versicherungsvertrag beginnen.

Sie sollte beim Unternehmen beginnen.


Welche Risiken können Unternehmen gefährden?

Die Risikolandschaft eines Unternehmens ist wesentlich größer als Feuer, Leitungswasser oder Einbruch.

Je nach Geschäftsmodell können ganz unterschiedliche Risiken entscheidend werden.

1. Finanzielle Risiken

Liquidität gehört zu den wichtigsten Grundlagen eines Unternehmens.

Mögliche Risiken können beispielsweise sein:

  • Forderungsausfälle
  • Umsatzrückgänge
  • hohe Abhängigkeit von einzelnen Auftraggebern
  • steigende Finanzierungskosten
  • unerwartete Investitionen
  • fehlende Liquiditätsreserven
  • Kostensteigerungen

Ein Unternehmen kann auf dem Papier profitabel sein und trotzdem in Schwierigkeiten geraten, wenn kurzfristig nicht genügend Liquidität zur Verfügung steht.


2. Schlüsselpersonen und Mitarbeiter

Viele mittelständische Unternehmen sind erheblich von einzelnen Personen abhängig.

Das kann der Geschäftsführer sein.

Ein technischer Leiter.

Ein Vertriebsmitarbeiter.

Ein Entwickler.

Ein Meister.

Oder eine Person, bei der entscheidendes Wissen zusammenläuft.

Fällt diese Person langfristig aus, kann daraus schnell ein wirtschaftliches Unternehmensrisiko entstehen.

Die entscheidende Frage lautet:

Was passiert mit dem Unternehmen, wenn diese Person morgen für sechs oder zwölf Monate ausfällt?


3. Cyber- und IT-Risiken

Fast jedes Unternehmen ist heute von funktionierender IT abhängig.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Hackerangriffe.

Mögliche Risiken sind beispielsweise:

  • Ransomware
  • Datenverlust
  • Systemausfälle
  • Bedienfehler
  • Datenschutzverletzungen
  • Ausfall eines IT-Dienstleisters
  • Ausfall von Cloud-Systemen
  • längere Betriebsunterbrechungen
  • Wiederherstellungskosten
  • Kosten externer Spezialisten

Eine vorhandene Cyberversicherung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass alle für das Unternehmen wichtigen IT-Risiken ausreichend abgesichert sind.


4. Haftungsrisiken

Je nach Tätigkeit können Fehler erhebliche Schadenersatzforderungen verursachen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Betriebshaftungsrisiken
  • Produkthaftung
  • Vermögensschäden
  • berufliche Fehler
  • Umweltrisiken
  • Datenschutz- und Cyberrisiken

Gerade hier spielt die korrekte Tätigkeitsbeschreibung eine entscheidende Rolle.

Denn der Versicherer muss wissen, welches Risiko er eigentlich übernimmt.

Hat sich das Geschäftsmodell verändert, neue Tätigkeiten sind hinzugekommen oder war die ursprüngliche Risikobeschreibung bereits ungenau, kann daraus im Schadenfall ein erhebliches Problem entstehen.


5. Risiken der Geschäftsführung

Geschäftsführer tragen Verantwortung für weit mehr als den operativen Alltag.

Unter anderem können relevant sein:

  • Organisation
  • Liquiditätsüberwachung
  • Compliance
  • Vertragsmanagement
  • Personal
  • Steuern
  • Unternehmensrisiken
  • Krisenfrüherkennung

Deshalb sollte bei einer Risikoanalyse nicht nur gefragt werden:

„Was kann dem Unternehmen passieren?“

Sondern ebenfalls:

„Welche persönlichen Haftungsrisiken können für die Geschäftsführung entstehen?“

Hier spielen unter anderem organisatorische Maßnahmen und je nach Situation auch Lösungen wie eine D&O-Versicherung eine Rolle.


6. Betriebsunterbrechung

Eine der gefährlichsten Situationen entsteht häufig nicht durch den eigentlichen Sachschaden, sondern durch das, was danach passiert.

Das Unternehmen kann nicht produzieren.

Mitarbeiter können nicht arbeiten.

Kunden können nicht beliefert werden.

Umsatz fällt aus.

Viele Kosten laufen trotzdem weiter.

Zum Beispiel:

  • Gehälter
  • Mieten
  • Leasing
  • Finanzierungen
  • IT-Kosten
  • weitere Fixkosten

Deshalb gehört für mich zur Risikoanalyse immer auch die Frage:

Wie lange kann das Unternehmen einen größeren Betriebsstillstand wirtschaftlich überstehen?


7. Kunden-, Lieferanten- und Abhängigkeitsrisiken

Manche Risiken stehen in keinem Versicherungsordner.

Sie sind trotzdem hochrelevant.

Beispielsweise:

Ein einzelner Kunde verursacht 40 Prozent des Umsatzes.

Ein wichtiger Lieferant kann kurzfristig nicht ersetzt werden.

Ein externer IT-Anbieter betreibt geschäftskritische Systeme.

Oder eine einzelne Person besitzt entscheidendes Know-how.

Solche Abhängigkeiten können im Ernstfall erhebliche wirtschaftliche Folgen verursachen.


Ein Beispiel aus meiner Beratungspraxis

Wie groß der Unterschied zwischen „versichert sein“ und „richtig abgesichert sein“ sein kann, zeigte sich bei der Analyse einer größeren Organisation mit mehr als 80 Mitarbeitenden.

Auf den ersten Blick war bereits viel vorhanden.

Über die Jahre waren verschiedene Versicherungsverträge abgeschlossen worden. Die Organisation war auch keineswegs grundsätzlich schlecht betreut worden.

Der Versicherungsbestand vermittelte zunächst den Eindruck einer umfangreichen Absicherung.

Erst bei der strukturierten Betrachtung der tatsächlichen Risiken zeigten sich jedoch mehrere wichtige Punkte.

Unter anderem bestand trotz mehr als 80 Mitarbeitenden kein entsprechender Arbeitgeber-Rechtsschutz.

Gleichzeitig war ein relevantes Cyber- und IT-Risiko bislang überhaupt nicht über eine Cyberversicherung abgesichert.

Besonders kritisch war jedoch die bestehende Betriebshaftpflichtversicherung.

Bei der genaueren Prüfung stellte sich heraus, dass die tatsächlichen Tätigkeiten und Risikoverhältnisse in der vorhandenen Tätigkeits- beziehungsweise Risikobeschreibung nicht ausreichend präzise abgebildet waren.

Das ist kein unbedeutendes Detail.

Denn gerade die Beschreibung der versicherten Tätigkeit ist entscheidend dafür, welches Risiko der Versicherer überhaupt übernommen hat.

Im Schadenfall hätte deshalb die Gefahr bestanden, dass über den Umfang des Versicherungsschutzes diskutiert werden muss – möglicherweise genau dann, wenn bereits ein größerer Schaden entstanden wäre.

Dieser Fall zeigt sehr deutlich:

Ein umfangreicher Versicherungsordner bedeutet nicht automatisch, dass die wesentlichen Risiken eines Unternehmens oder einer Organisation ausreichend abgesichert sind.

Deshalb lautet meine Grundregel:

Nicht entscheidend ist, ob eine Police vorhanden ist. Entscheidend ist, ob das tatsächliche Risiko darin versichert ist.


Warum deshalb zuerst das Unternehmen betrachtet werden sollte

Bevor Versicherungen bewertet werden können, muss zunächst verstanden werden, wie das Unternehmen funktioniert.

Dazu gehören unter anderem:

  • Geschäftsmodell
  • Unternehmensstruktur
  • Mitarbeiterzahl
  • Umsatz
  • Standorte
  • Tätigkeiten
  • wesentliche Kunden
  • wichtige Lieferanten
  • Schlüsselpersonen
  • IT-Abhängigkeiten
  • finanzielle Strukturen
  • bestehende Versicherungen

Denn ein IT-Unternehmen hat andere Risiken als ein Handwerksbetrieb.

Eine Immobiliengesellschaft andere als ein Produktionsunternehmen.

Ein Unternehmen mit fünf Mitarbeitern andere als ein Betrieb mit 100 Beschäftigten.

Deshalb kann eine Risikoanalyse niemals ausschließlich aus einem Versicherungsvergleich bestehen.


Risikomanagement und § 1 StaRUG

Auch der Gesetzgeber misst der Krisenfrüherkennung bei Unternehmen eine hohe Bedeutung bei.

§ 1 des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes – kurz StaRUG – verpflichtet die Geschäftsleiter der erfassten haftungsbeschränkten Unternehmensträger dazu, fortlaufend Entwicklungen zu überwachen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können.

Werden entsprechende Entwicklungen erkannt, sollen geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Die entscheidende Botschaft für Unternehmer und Geschäftsführer lautet daher:

Unternehmensrisiken sollten nicht erst dann betrachtet werden, wenn die Krise bereits eingetreten ist.

Risikofrüherkennung muss vorher stattfinden.

StaRUG ist dabei kein Versicherungsthema.

Es geht um die wirtschaftliche und organisatorische Widerstandsfähigkeit des Unternehmens.

Bei weitergehenden Fragestellungen kann deshalb neben meiner Risiko- und Versicherungsanalyse auch die Einbindung spezialisierter Kollegen und Partner aus meinem Netzwerk sinnvoll sein.


Welche Rolle spielt die DIN 77235?

Eine wesentliche Grundlage meiner Beratung von Unternehmen ist die strukturierte Finanz- und Risikoanalyse.

Die DIN 77235 beschreibt hierfür ein standardisiertes Verfahren zur Basis-Finanz- und Risikoanalyse von Selbstständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen.

Dabei werden unterschiedliche finanzielle und betriebliche Risikobereiche systematisch betrachtet.

Der Vorteil liegt vor allem in der strukturierten Vorgehensweise.

Es wird nicht einfach danach gesucht, welche Versicherung vielleicht noch fehlt.

Stattdessen entsteht zunächst ein geordnetes Bild der vorhandenen finanziellen Themen und Risiken.

Wichtig ist dabei:

Eine Analyse nach DIN 77235 ersetzt kein vollständiges betriebliches Risikomanagementsystem.

Sie kann jedoch eine sehr gute Grundlage schaffen, um Handlungsfelder sichtbar zu machen und anschließend konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Genau darin liegt für mich der entscheidende Mehrwert.


So läuft die Risikoanalyse beim Maklerbüro Schricker ab

Mein Ziel besteht nicht darin, einem Unternehmer möglichst viele neue Versicherungsverträge vorzulegen.

Mein Ziel ist zunächst:

Klarheit.

Schritt 1: Das Unternehmen verstehen

Zuerst wird die aktuelle Unternehmenssituation betrachtet.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Geschäftsmodell
  • Tätigkeiten
  • Unternehmensgröße
  • Mitarbeiter
  • Umsatz
  • Standorte
  • Kundenstruktur
  • Lieferanten
  • Schlüsselpersonen
  • IT
  • bestehende Absicherung

Schritt 2: Risiken identifizieren

Danach wird geprüft, welche Risiken für dieses konkrete Unternehmen tatsächlich relevant sind.

Nicht jedes theoretisch mögliche Risiko ist für jedes Unternehmen gleich wichtig.


Schritt 3: Risiken bewerten und priorisieren

Anschließend wird beurteilt:

Welche Risiken können kleinere Auswirkungen haben?

Welche können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen?

Und welche könnten im schlimmsten Fall sogar die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens gefährden?

So entsteht eine Priorisierung.


Schritt 4: Maßnahmen festlegen

Danach wird entschieden, wie mit den wesentlichen Risiken umgegangen werden soll.

Zum Beispiel:

  • vermeiden
  • reduzieren
  • organisatorisch absichern
  • vertraglich begrenzen
  • finanziell selbst tragen
  • auf Versicherer übertragen

Schritt 5: Bestehende Versicherungen überprüfen

Erst jetzt kommt der Versicherungsbestand wirklich ins Spiel.

Denn jetzt wissen wir, welche Risiken tatsächlich vorhanden sind.

Dann kann beispielsweise geprüft werden:

  • Ist überhaupt Versicherungsschutz vorhanden?
  • Sind alle relevanten Tätigkeiten richtig beschrieben?
  • Stimmen die Versicherungssummen?
  • Gibt es wichtige Ausschlüsse?
  • Sind neue Geschäftsbereiche berücksichtigt?
  • Stimmen Umsatz und Mitarbeiterzahl noch?
  • Gibt es Unterversicherung?
  • Bestehen unnötige Überschneidungen?
  • Gibt es Deckungslücken?

Damit wird aus einem klassischen Versicherungsvergleich ein strukturiertes Versicherungs- und Risikomanagement.


Für welche Unternehmen ist eine Risikoanalyse sinnvoll?

Grundsätzlich kann eine strukturierte Betrachtung für nahezu jedes Unternehmen sinnvoll sein.

Besonders interessant ist sie häufig für:

  • inhabergeführte Unternehmen
  • GmbHs und andere Kapitalgesellschaften
  • kleine und mittelständische Unternehmen
  • stark wachsende Unternehmen
  • Unternehmen mit mehreren Standorten
  • Unternehmen mit mehreren Gesellschaften
  • Unternehmen mit hoher IT-Abhängigkeit
  • Unternehmen mit vielen Mitarbeitern
  • Unternehmen mit wichtigen Schlüsselpersonen
  • Unternehmen mit hohen Haftungsrisiken
  • Betriebe mit hohen Fixkosten
  • Unternehmen mit starker Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Lieferanten

Auch ein umfangreicher bestehender Versicherungsbestand spricht nicht gegen eine Risikoanalyse.

Im Gegenteil.

Gerade dann lohnt sich die Frage:

Passt der vorhandene Versicherungsschutz noch zu dem Unternehmen, das heute tatsächlich existiert?


Risikomanagement in Halle (Saale), Sachsen-Anhalt und bundesweit

Mit dem Maklerbüro Schricker begleite ich Unternehmen bei der strukturierten Betrachtung ihrer Risiken und der anschließenden versicherungstechnischen Absicherung.

Der Schwerpunkt liegt regional auf Halle (Saale), dem Saalekreis und Sachsen-Anhalt.

Durch digitale Analysen und Besprechungen ist die Zusammenarbeit jedoch auch bundesweit möglich.

Dabei geht es nicht darum, jedes Risiko zwangsläufig zu versichern.

Es geht darum, zunächst zu verstehen:

Welche Risiken bestehen?

Welche davon sind besonders relevant?

Und welche Maßnahmen sind wirtschaftlich sinnvoll?

Wenn zusätzlich Spezialwissen erforderlich ist, können je nach Fragestellung auch geeignete Experten aus meinem Netzwerk eingebunden werden.


Häufige Fragen zum Risikomanagement für Unternehmen

Was ist der Unterschied zwischen Risikomanagement und Versicherungsberatung?

Bei einer klassischen Versicherungsberatung steht häufig die Frage im Mittelpunkt, welche Versicherung benötigt wird.
Risikomanagement beginnt einen Schritt früher.
Zunächst werden Risiken identifiziert und bewertet.
Erst anschließend wird entschieden, ob ein Risiko vermieden, reduziert, selbst getragen oder versichert werden soll.

Ist Risikomanagement auch für kleine Unternehmen wichtig?

Ja.
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können besonders stark von einzelnen Personen, Kunden, Lieferanten oder technischen Systemen abhängig sein.
Ein Schaden, den ein Konzern möglicherweise problemlos verkraften kann, kann für einen kleineren Betrieb existenzielle Folgen haben.

Was hat StaRUG mit Risikomanagement zu tun?

§ 1 StaRUG beschäftigt sich unter anderem mit der fortlaufenden Überwachung von Entwicklungen, die den Fortbestand eines Unternehmens gefährden können.
Damit wird deutlich:
Risikofrüherkennung gehört zu den wichtigen Aufgaben einer verantwortungsvollen Unternehmensführung.

Was ist die DIN 77235?

Die DIN 77235 beschreibt ein standardisiertes Verfahren für eine Basis-Finanz- und Risikoanalyse von Selbstständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen.
Sie ermöglicht eine strukturierte Betrachtung verschiedener finanzieller Themen und Risiken.
Ein vollständiges betriebliches Risikomanagementsystem ersetzt sie jedoch nicht.

Wie oft sollte eine Risikoanalyse aktualisiert werden?

Eine Risikoanalyse sollte nicht als einmaliges Projekt betrachtet werden.
Unternehmen verändern sich ständig.
Neue Mitarbeiter kommen hinzu.
Umsätze steigen.
Tätigkeiten verändern sich.
Neue Technologien werden eingesetzt.
Standorte entstehen oder verschwinden.
Auch Kunden- und Lieferantenstrukturen können sich verändern.
Deshalb sollte die Risikosituation regelmäßig sowie insbesondere nach größeren Veränderungen überprüft werden.

Kann eine Risikoanalyse auch bestehende Versicherungen prüfen?

Ja.
Das ist ein wichtiger Bestandteil.
Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass nicht mit den Versicherungen begonnen wird.
Zuerst werden die tatsächlichen Risiken betrachtet.
Danach wird geprüft, ob der bestehende Versicherungsschutz dazu passt.

Kennen Sie die größten Risiken Ihres Unternehmens?

Viele Unternehmer können sehr genau sagen, wie hoch ihr Umsatz ist.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigt werden.

Oder wie hoch die Beiträge der wichtigsten Versicherungen sind.

Eine andere Frage ist häufig wesentlich schwieriger:

Welche drei Ereignisse könnten Ihr Unternehmen wirtschaftlich am stärksten treffen?

Wenn darauf keine klare Antwort möglich ist, kann eine strukturierte Risikoanalyse sinnvoll sein.

Beim Maklerbüro Schricker verbinde ich die Betrachtung von Unternehmensrisiken mit meiner Erfahrung als Versicherungsmakler und einer strukturierten Finanz- und Risikoanalyse.

Dabei beginnt die Beratung nicht mit einem neuen Versicherungsvertrag.

Sie beginnt mit dem Unternehmen.

Denn nicht entscheidend ist, ob eine Police vorhanden ist. Entscheidend ist, ob das tatsächliche Risiko darin versichert ist.

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Unternehmen aktuell aufgestellt ist und welche Risiken möglicherweise bislang übersehen wurden, können wir genau dort ansetzen.

Maklerbüro Schricker – Versicherung und Risikomanagement für Unternehmen in Halle (Saale), Sachsen-Anhalt und bundesweit.


Über den Autor:

Andreas Schricker ist unabhängiger Versicherungsmakler und seit 2007 in der Finanz- und Versicherungsbranche tätig. Seit 2012 Versicherungsmakler, er berät Privatpersonen, Selbstständige und Unternehmen.

Im Unternehmensbereich liegen seine Schwerpunkte auf der strukturierten Analyse betrieblicher Risiken, der Beratung nach DIN 77235 sowie der Entwicklung individueller Versicherungs- und Absicherungskonzepte.

Sein Beratungsansatz: Nicht entscheidend ist, ob eine Police vorhanden ist. Entscheidend ist, ob das tatsächliche Risiko darin versichert ist.

Andreas Schricker berät Unternehmen in Halle (Saale), dem Saalekreis, Sachsen-Anhalt und bundesweit.